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Hyperemesis gravidarum
Gynäkologie & Geburtshilfe
Hyperemesis gravidarum : Diagnose
Hyperemesis gravidarum
(Schwangerschaftserbrechen)
Definition
Gesteigertes Schwangerschaftserbrechen im ersten Trimenon
Beginn
meist 6.–8. Woche
Dauer
- Selten länger als bis zur 16. Woche
- Bei späterem Beginn bzw. über die 16. Woche anhaltendem Erbrechen an extragenitale Ursache denken (Magen-Darm-Erkrankung, Appendizitis; Ileus, Hirntumor)
Ursache
- Psychische Ursachen, z.B. Angst- und/oder (Ablehnung der Schwangerschaft, eheliche Schwierigkeiten, Angst vor der Entbindung)
- Parasympathotonie (herabgesetzte Reizschwelle des Brechzentrums)
Symptome
- Langsamer Übergang der Emesis gravidarum in unstillbares Erbrechen
- Vermehrter Speichelfluss: bis zu 1000ml/Tag (!) (Ptyalismus gravidarum)
- Sodbrennen
- Gewichtsabnahme
- Zeichen des Wasserverlustes: gerötete Schleimhäute, trockene Zunge, Durstgefühl, verminderte Urinmenge, Temperatursteigerung
- Charakteristische Stoffwechselstörungen (Wasserverlust, Hypoglykämie)
- Nachfolgend Fettstoffwechselstörung mit Bildung von Ketonkörpern
- Obstartiger Mundgeruch
- Nachweis von Azeton im Urin (siehe Therapie)
- Hypochlorämie (Chlorverlust durch ständiges Erbrechen)
- Gefahr der Beeinträchtigung der Nierenfunktion (sog. Salzmangelurämie)
Komplikationen
- Kreislaufversagen
- Nierenversagen
- Leberversagen mit Ikterus
- Erhöhung der Fehlbildungsrate bei der Hyperemesis – auch als Folge von Antiemetika – bis heute nicht nachgewiesen oder Folge von hypoglykämischen Zuständen
- Bei Hyperemesis mit Stoffwechselstörungen gehäuft Plazentainsuffizienz mit dystrophen Kindern
Aktuelle Literaturempfehlungen:






